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Universität Basel

17. September 2015

Brennelemente des Basler Forschungsreaktors zurück in den USA

Transport per Schiff und Truck: Die Rückführung des Urans aus dem Basler Forschungsreaktor erfolgte über den Hafen von Charleston zu einer Anlage des US-Energieministeriums im Bundesstaat South Carolina. (Bild: NNSA)
Transport per Schiff und Truck: Die Rückführung des Urans aus dem Basler Forschungsreaktor erfolgte über den Hafen von Charleston zu einer Anlage des US-Energieministeriums im Bundesstaat South Carolina. (Bild: NNSA)

Rund 2,2 Kilogramm hoch angereichertes Uran aus dem Versuchs- und Übungsreaktor an der Universität Basel sind nach Savannah River Site, eine Anlage der US-Bundesbehörden, überführt worden.

Das ursprünglich aus den USA stammende Uran war im Reaktor vom Typ AGN-211-P verwendet worden, den das Departement Physik der Universität Basel seit 1959 als Versuchs- und Übungsanlage betrieben hat. Aufgrund der veränderten strategischen Ausrichtung der Basler Physik einerseits, in der die experimentelle Kernphysik keinen Forschungsschwerpunkt mehr darstellt, und der geplanten Neubauten am heutigen Standort der Physik anderseits, hat die Universität Basel bereits vor mehreren Jahren entschieden, die Stilllegung des Reaktors einzuleiten.

Die Rückführung des Urans in die USA erfolgte im Rahmen eines Programms der amerikanischen National Nuclear Security Administration (NNSA). Diese unterhält ein Rückführungsprogramm mit dem Ziel, das in der Vergangenheit von den USA an Drittstaaten übergebene hoch angereicherte Uran aus Sicherheitsgründen wieder einzusammeln.

Die Überführung in die Anlage Savannah River Site erfolgte in enger Zusammenarbeit mit den Schweizer Bundesbehörden, dem Paul Scherrer Institut und dem Office of Defense Nuclear Nonproliferation der NNSA. Die 13 bestrahlten Brennelemente wurden in speziellen Behältern befördert. Der Transport zur Anlage des US-Energieministeriums im Bundesstaat South Carolina erfolgte per Schiff.

Nach dem Transfer in die USA ist nun die Verantwortung für das Uran aus dem Basler Reaktor an die NNSA übergegangen und sie wird es in nicht-waffenfähiges Material umwandeln.


Weitere Auskünfte

Matthias Geering, Leiter Kommunikation & Marketing, Universität Basel, Tel. +41 61 267 35 75, mobil: 079 269 70 71, E-Mail: matthias.geering@unibas.ch

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