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Universität Basel

28. März 2001

Universität Basel: Neuausrichtung der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät

Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Basel hat für das Studium der Wirtschaftswissenschaften neue Perspektiven entwickelt. Forschung und Lehre erhalten eine neue Ausrichtung. Ziel ist eine weit gehende Integration der Volkswirtschaftslehre und der Betriebswirtschaftslehre. Die Bereiche «Finance» und «empirisch abgestützte Theorie» sind dabei als neue fachliche Schwerpunkte vorgesehen; ausserdem erfolgt eine stärkere Öffnung in Richtung Recht. Im Bereich Lehre sind die Grundlagen für die Neuausrichtung mit der neuen Studienordnung bereits geschaffen.

Ein erster Schritt in der Neuausrichtung ist die Bildung eines Schwerpunkts im Bereich Geld, Finanzmärkte und Banken mit der Berufung von Prof. Dr. Heinz Zimmermann, den der Universitätsrat an seiner letzten Sitzung zum Ordinarius für Finanzmarkttheorie gewählt hat. Prof. Zimmermann, der zurzeit noch an der Universität St. Gallen lehrt, ist Fachmann für Finanzmarktforschung, Risikomanagement, Portfolio-Theorie und derivate Finanzinstrumente. Er tritt seinen Lehrstuhl am Wirtschaftswissenschaftlichen Zentrum, WWZ, auf das Wintersemester 2001/02 an.


Der Rektor der Universität, Prof. Dr. Ulrich Gäbler, und der Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, Prof. Dr. Peter Kugler, informierten am Mittwoch im Rahmen eines Mediengesprächs über die Neuerungen an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät.


Die Emeritierung mehrerer Professoren in den nächsten Jahren ermöglicht weitere Schritte in der Neuausrichtung der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. Sie will diese Chance nutzen, um die Integration von Volks- und Betriebswirtschaftslehre zu festigen. So soll vor allem der Bereich «empirisch abgestützte Theorie» verstärkt werden. In einem weiteren Schritt ist der Ausbau des Bereichs Recht vorgesehen.

Als Alternative zur Besetzung von Ordinariaten und Extraordinariaten wurden in der letzten Zeit drei Assistenzprofessuren geschaffen; das sind befristete Stellen für den akademischen Nachwuchs zwischen einer Oberassistentenstelle und einer vollen Professur. Assistenzprofessuren fördern einerseits den wissenschaftlichen Nachwuchs und verbreitern andererseits das Lehrangebot.

Studienreform

Als eine von wenigen wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten im deutschsprachigen Raum bietet Basel schon heute einen integrierten Studiengang in Betriebs- und Volkswirtschaft an. Absolventinnen und Absolventen sind damit sowohl für eine berufliche wie auch für eine akademische Laufbahn gerüstet.


Bereits seit dem Wintersemester 1999/2000 gilt in der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät das Kreditpunktesystem, CPS. Jede besuchte Vorlesung oder Übung ergibt eine bestimmte Anzahl Kreditpunkte. Für den Abschluss des Studiums ist eine bestimmte Anzahl Kreditpunkte erforderlich. Neben den Pflichtveranstaltungen können Studierende nach Wahl auch Vorlesungen in andern Fächern und Fakultäten besuchen; diese werden zum Teil ebenfalls für das Studium angerechnet. Damit will die Universität eine umfassende Ausbildung und Mobilität fördern.


Gemäss neuer Studienordnung werden die Lehrstoffe im Rahmen des CPS laufend am Ende jeden Semesters geprüft. Prüfungsleistungen werden so über das gesamte Studium verteilt und fallen nicht mehr ausschliesslich auf das Ende der Unter- und Oberstufe an. Im Herbst dieses Jahres ist die zweijährige Übergangsphase beendet, in der das Lizentiat noch nach der alten Studienordnung absolviert werden konnte - dann wird das gesamte Studium der Wirtschaftswissenschaften auf die neue Studienordnung umgestellt sein.

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Weitere Informationen zum WWZ auf der Homepage:

http://www.wwz.unibas.ch

Prof. Dr. Ulrich Gäbler

Rektor der Universität Basel

Tel. 267 30 30


Prof. Dr. Peter Kugler

Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Basel

Tel. 267 33 44

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