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Universität Basel

Neue Novartis-Stiftungsprofessur: Antrittsvorlesung von Prof. Karl Hofbauer

Der Inhaber der neu geschaffenen Novartis-Stiftungsprofessur für Angewandte Pharmakologie, Prof. Dr. Karl Hofbauer, wird am 23. Januar 2001 im Pharmazentrum seine Antrittsvorlesung halten. Zu seinem öffentlichen Referat zur Pharmakotherapie von Zivilisationskrankheiten sind Interessierte und Medien eingeladen.

10. Januar 2001

Das Rektorat der Universität Basel und das Dekanat der Medizinischen Fakultät laden Interessierte und Medien ein zur öffentlichen Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Karl Hofbauer am Dienstag, 23. Januar 2001, 17.15 Uhr, im Pharmazentrum, Grosser Hörsaal (Klingelbergstrasse 50, 4056 Basel). Kurzansprachen werden dabei von Prof. Dr. Ulrich Gäbler, Rektor der Universität Basel, Prof. Dr. Paul Walter, Novartis-Forschungsstiftung, und Prof. Dr. Urs A. Meyer, Biozentrum der Universität Basel, gehalten.

Prof. Dr. Karl Hofbauers Antrittsvorlesung trägt den Titel "Pharmakotherapie und Evolution. Gedanken zur Behandlung von Zivilisationskrankheiten". Warum ist es so schwierig, Medikamente gegen Fettsucht zu finden? Warum lässt die Wirkung mancher Medikamente mit der Zeit nach? Warum machen sich stattdessen störende Nebenwirkungen bemerkbar? Jede Gabe eines Arzneimittels löst im Organismus eine gegenregulatorische Antwort aus, die aus Reaktionsmustern besteht, die sich im Lauf der Evolution herausgebildet haben und der Speicherung von Energie, der Konservierung von Volumen und der Aufrechterhaltung eines ausreichenden Blutdrucks dienen. Gerade bei der Behandlung von Zivilisations-

krankheiten wie hohem Blutdruck und Fettleibigkeit machen sich nun die während der Evolution entstandenen gegenregulatorischen Phänomene negativ bemerkbar. Dies weil der Organismus eine durch Arzneimittel induzierte Senkung des Blutdrucks oder Verminderung der Fettreserven nicht von einer Bedrohung durch Blutverlust oder Hunger unterscheiden kann und versucht, diese Störungen gleichermassen zu kompensieren. Eine vermehrte Berücksichtigung gegenregulatorischer Reaktionsmuster bei der Suche nach neuen Wirkstoffen ist daher eine Voraussetzung für die Entwicklung von besser wirksamen und verträglichen Medikamenten zur Behandlung von Zivilisationskrankheiten.


Die Einrichtung des vorläufig auf zehn Jahre befristeten vollamtlichen Extraordinariats für Angewandte Pharmakologie wurde durch die Novartis-Forschungsstiftung ermöglicht. Der neue Lehrstuhl ist der Medizinischen Fakultät der Universität Basel angegliedert und im Biozentrum verankert. Inhaber der Professur ist Prof. Dr. Karl Hofbauer (*1944) , der sich nach seinem Medizinstudium in Wien zunächst an der Universität Heidelberg für Pharmakologie und am Max-Planck-Institut für Biophysik in Frankfurt/Main für Physiologie weiterbildete. 1978 erlangte er den Facharzttitel in Pharmakologie. 1975 wurde er Privatdozent und 1982 ausserplanmässiger Professor für Pharmakologie und Toxikologie an der Universität Heidelberg. 1989 wurde Hofbauer zum nebenamtlichen ausserordentlichen Professor für Pharmakologie an der Universität Basel ernannt.

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Weitere Auskünfte:

Prof. Dr. Karl Hofbauer, Biozentrum der Universität Basel, Abteilung Pharmakologie, Klingelbergstrasse 70, 4056 Basel.

Tel. 061 267 16 45, Fax 061 267 22 08

E-Mail:

karl.hofbauer@unibas.ch


Christoph Dieffenbacher, Öffentlichkeitsarbeit der Universität Basel, Petersplatz 1, 4003 Basel.

Tel. 061 267 30 15, Fax 061 267 30 13

E-Mail:

ch.dieffenbacher@unibas.ch

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