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Universität Basel

26. September 2014

Medizin, Mathematik, Physik: Neue Professoren und Professorinnen an der Universität Basel

Vier neue Professoren und Professorinnen an der Universität Basel: Der Universitätsrat hat Prof. Andreas Zeller zum Professor für Hausarztmedizin und Prof. Philipp Habegger zum Professor für Mathematik gewählt. Neue Assistenzprofessorinnen werden Prof. Tania Rinaldi Barkat für Neurophysiologie und Prof. Jelena Klinovaja für Physik.

Prof. Andreas Zeller ist zum neuen Klinischen Professor für Hausarztmedizin an der Medizinischen Fakultät gewählt worden. Er war bisher Privatdozent für Innere Medizin sowie wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Hausarztmedizin der Universität Basel und wird am Kantonsspital Baselland in Liestal tätig sein. Teilzeitlich wird er weiterhin als praktizierender Hausarzt in einer Gruppenpraxis im Kleinbasel arbeiten. Geboren 1966 in Basel und aufgewachsen in Riehen BS, studierte er Medizin an der Universität Basel und absolvierte seine klinische Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin an verschiedenen Spitäler in der Schweiz. Ab 1999 arbeitete er auf der Medizinischen Poliklinik des Universitätsspitals Basel und beschäftigte sich 2004/2005 im Rahmen eines Forschungsaufenthalts in England an der Academic Unit of Primary Health Care der University of Bristol mit Medikamenten-Compliance bei chronischen Erkrankungen. Sein wissenschaftliches Interesse gilt Fragen der hausärztlichen Grundversorgung mit Schwerpunkten im Bereich der kardiovaskulären Primär- und Sekundärprophylaxe, Multimorbidität und Chronic Care (Patient-Centered Outcome Research). Zeller ist verheiratet und Vater zweier Kinder.

Prof. Philipp Habegger, neu gewählter Associate Professor für Mathematik (Zahlentheorie) an der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, ist derzeit Professor für Algebra und Geometrie an der Technischen Universität Darmstadt. Geboren 1978 in Schlieren ZH, studierte er Mathematik an der Universität Basel, wo er 2007 promovierte. Seine exzellente Dissertation «Heights and multiplicative relations on algebraic varieties» wurde mit dem Fakultätspreis der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät ausgezeichnet. Nach einem Postdoktorat an der ETH Zürich und einer Lehrtätigkeit an der Universität Zürich übernahm er 2011 eine Professur für Algebra und Zahlentheorie an der Universität Frankfurt/M., bevor er zwei Jahre später nach Darmstadt wechselte. Habeggers Forschungsgebiet ist die sogenannte diophantische Geometrie, eine Verbindung zwischen Zahlentheorie und Algebraischer Geometrie. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Zwei Assistenzprofessorinnen

Zur neuen Assistenzprofessorin für Neurophysiologie am Departement Biomedizin der Medizinischen Fakultät (mit Tenure Track) hat das Rektorat Prof. Tania Rinaldi Barkat gewählt; ihre Wahl wurde vom Universitätsrat zur Kenntnis genommen. Derzeit ist sie als Assistenzprofessorin an der Universität Kopenhagen tätig und leitet dort seit 2013 eine Forschungsgruppe über Kortex-Schaltkreise im Bereich des Gehörs. Sie wurde 1977 in Vouvry VS geboren und studierte Chemie an der ETH Lausanne mit einer Spezialisierung in Physikalischer Chemie. 2006 promovierte sie am Brain Mind Institute der ETH Lausanne im Doktoratsprogramm «Neuroscience and the Developmental Neurobiology» über neuronale Regelkreise in Autismusmodellen bei Ratten. Als Postdoktorandin wechselte sie 2008 ans Center for Brain Science an der Universität Harvard in Boston und untersuchte dort funktionale Regelkreise während kritischen Perioden der Entwicklung des auditiven Systems. Tania Rinaldi Barkat hat bereits mehrere Stipendien und Auszeichnungen erhalten. Tania Rinaldi Barkat ist verheiratet und Mutter zweier kleiner Töchter.

Ebenfalls zur Kenntnis genommen wurde die Wahl von Prof. Jelena Klinovaja zur Assistenzprofessorin für Physik (Theoretical Nano/Quantum Physics) an der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät (mit Tenure Track); sie ist derzeit an der Universität Harvard in Cambridge (USA) tätig. Sie wurde 1987 in Lavry (Sowjetunion) geboren und studierte Physik am renommierten Moskauer Institut für Physik und Technologie sowie an der Russischen Akademie der Wissenschaft. Für ihr Doktoratsstudium in Theoretischer Physik wechselte sie 2009 an das Departement für Physik der Universität Basel in die Gruppe von Prof. Daniel Loss und promovierte 2012 mit der höchsten Auszeichnung. Während ihres Postdoktorats arbeitete Jelena Klinovaja zuerst in Basel und dann in Cambridge als Preisträgerin eines renommierten Harvard Postdoctoral Fellowships. Sie gilt als ausgezeichnete Wissenschaftlerin, ist Trägerin von mehreren Forschungspreisen und kann bahnbrechende wissenschaftliche Publikationen vorweisen, die international grosse Beachtung gefunden haben.


Fotos

Fotos der neu gewählten Professorinnen und Professoren finden sich in der Mediendatenbank.

Weitere Auskünfte

Christoph Dieffenbacher, Universität Basel, Kommunikation, Tel. + 41 61 267 30 15, E-Mail: ch.dieffenbacher@unibas.ch

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