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Universität Basel

15. Februar 2000

Der Universitätsrat hat zwei Extraordinarien der Medizinischen Fakultät ernannt:

PD Dr.med. Georg A. Holländer wurde zum Inhaber des strukturellen Extraordinariates für "Klinische Forschung, speziell Kinder- und Jugendmedizin" mit allen Rechten und Pflichten gewählt.

Georg A. Holländer wurde 1957 in Basel geboren. Er hat die Schulen in Basel, Baselland (mit Matur in Münchenstein) und Connecticut (USA) besucht und sein Medizinstudium in Basel 1984 abgeschlossen mit gleichzeitigem amerikanischem Staatsexamen. Der berufliche Werdegang von Prof. Dr.med. Georg A. Holländer ist gekennzeichnet durch eine optimale Verbindung von klinischer Ausbildung (mehrheitlich in Basel) mit einer naturwissenschaftlichen Aus- und Weiterbildung an führenden Institutionen im In- und Ausland (Children's Hospital Boston, Division of Pediatric Oncology am Dana Farber Cancer Institute der Harvard Medical School in Boston). 1997 hat er sich in Pädiatrie, speziell Immunologie an der Universität Basel habilitiert und ist seit 1999 Leiter des Bereiches Forschung des Universitäts-Kinderspitals beider Basel. Die Forschungsarbeiten von Georg A. Holländer sind von hoher wissenschaftlicher Qualität und Originalität. Seine Lehrtätigkeit umfasst Vorlesungen über Immunologie für Studierende der Medizin sowie der Biologie in Basel und Bern.

 

Prof. Dr.med. Johannes Bitzer wurde zum Extraordinarius ad personam für "Gynäkologie und Geburtshilfe" befördert.


Johannes Bitzer wurde 1950 in Tailfingen (Deutschland) geboren. Nach dem Studium in Humanmedizin an der Universität Freiburg i. Br. und einer Dissertation unter dem Physiologen Professor Fleckenstein legte er auch das amerikanische Staatsexamen ab. Von 1977-79 war er Assistent in der chirurgischen Abteilung des St. Barbara-Krankenhauses in Dortmund und des Rosmann-Krankenhauses in Breisach. Eine berufliche Weiterbildung erfolgte in Epidemiologie, Sozialmedizin und Tropenmedizin in Hamburg und Heidelberg; anschliessend war er von 1979-81 als Leitender Arzt im Distriktkrankenhaus in Banikoara (Benin/Westafrika) im Rahmen der Deutschen Entwicklungshilfe tätig. Nach seiner Rückkehr bilden Gynäkologie, Endokrinologie und Familienplanung an der geburtlich-gynäkologischen Abteilung des St. Elisabethen-Krankenhauses in Lörrach und an der Universitäts-Frauenklinik Basel die Ausbildungsschwerpunkte. Seine Anerkennung als Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe erfolgte in Basel im März 1985. Zusätzlich machte er eine Ausbildung in Psychotherapie/Psychoanalyse in Freiburg mit Lehranalyse in Basel. Als Oberarzt arbeitete er am Kreiskrankenhaus Bad Säckingen (1985-87) und am Sozialmedizinischen Dienst der Universitäts-Frauenklinik Basel. 1993 habilitierte er sich für gynäkologische und geburtshilfliche Psychosomatik, ab Februar 1994 ist er Leiter dieser Abteilung an der Universitäts-Frauenklinik Basel. Am 1. August 1997 wurde Dr.med. Johannes Bitzer zum Titularprofessor in psychosomatischer Gynäkologie und Geburtshilfe ernannt. Seit 1998 ist er Präsident der Internationalen Gesellschaft für Psychosomatische Gynäkologie und Geburtshilfe ISPOG. Die anhaltende Lehr- und Publikationstätigkeit von Professor Bitzer, seine Experten- und Fortbildungsarbeit, seine Organisation von Kongressen und Symposien, seine Mitgliedschaft in angesehenen nationalen und internationalen Fachgremien garantieren eine rege Tätigkeit in Forschung und Lehre.

 

Der Universitätsrat hat folgende durch die Regenz vorgenommenen Ernennungen zu Titularprofessoren genehmigt:

 

An der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät:

PD Dr.phil. Cesare Baroni Urbani für "Biogeografie und Entomologie"


Cesare Baroni Urbani (1942) absolvierte sein Studium mit der Promotion in Zoologie an der Universität Siena und war anschliessend als "Assistent Professor" dort tätig. Von 1970-86 arbeitete er als Kurator in Zoologie am Naturhistorischen Museum Basel. 1983 habilitierte er sich in seinem Fach an der Universität Basel. Von 1987 an ist Cesare Baroni Urbani Professor for Entomology and Dynamic Biogeography an der Universität Lausanne und seit 1999 Dozent am Institut für Natur-, Landschafts- und Umweltschutz der Universität Basel.

PD Dr.rer.nat. Peter Wolfgang Talkner für "Theoretische Physik"


Peter Wolfgang Talkner (1945) studierte an der Universität Stuttgart Chemie und Physik, wo er 1979 in Physik promovierte. Während des Promotionsstudiums war er Physiklehrer am Chemischen Institut Dr. Flad in Stuttgart und von 1977-80 als Research Assistent am Institut für Theoretische Physik der Universität Stuttgart, von 1981-89 am Institut für Physik der Uni Basel tätig. 1984 habiliterte er sich in Basel in Theoretischer Physik und unterrichtet seitdem regelmässig als Privatdozent in diesem Fach. Seit1989 ist Peter Wolfgang Talkner Leiter am Paul Scherrer Institut, bis 1994 der Sektion Systems Analysis, seit 1995 der Sektion Stochastic Systems.

An der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät:

Assistenzprofessor PD Dr.rer.pol. Aymo Brunetti "für Nationalökonomie"


Aymo Brunetti (1963) schloss sein Studium der Wirtschaftswissenschaften in Basel 1988 als lic.rer.pol. ab und promovierte nach einer Assistenz für Angewandte Wirtschaftsforschung von 1988-91 zum Dr.rer.pol. 1994-95 war er als freier wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Volkswirtschaft tätig. Dem schloss sich ein einjähriger Forschungsaufenthalt an der Harvard University, Cambridge Massachusetts/USA an. Von 1995-96 war er Oberassistent in der Abteilung Angewandte Wirtschaftsforschung. 1996 folgte die Habilitation in Nationalökonomie. 1997-99 betreute Aymo Brunetti in Vertretung den Lehrstuhl für Nationalökonomie, insbesondere Internationale Wirtschaftsbeziehungen, Europäische Wirtschaft und Internationale Finanzierung an der Universität Saarbrücken.


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