x
Loading
+ -

Universität Basel

15. Februar 2000

Austauschprogramm "Menschenrechte

im Strafverfahren und Strafvollzug" der Juristischen Fakultät wird von der Straniak Stiftung unterstützt. Die Hermann und Marianne Straniak Stiftung Sarnen (OW) sprach der Juristischen Fakultät der Universität Basel für die Jahre 2000 bis 2002 einen Betrag von 165'000 Franken zu. Diese Summe ist zur Förderung des Dialoges über Menschenrechte mit Wissenschaftler/-innen aus Mittel- und Osteuropa bestimmt. Geplant ist ein Austauschprogramm zum Thema "Menschenrechte im Strafverfahren und Strafvollzug".

Die Hermann und Marianne Straniak Stiftung Sarnen (OW) sprach der Juristischen Fakultät der Universität Basel für die Jahre 2000 bis 2002 einen Betrag von 165'000 Franken zu. Diese Summe ist zur Förderung des Dialoges über Menschenrechte mit Wissenschaftler/-innen aus Mittel- und Osteuropa bestimmt. Geplant ist ein Austauschprogramm zum Thema "Menschenrechte im Strafverfahren und Strafvollzug".

In der Europäischen Menschenrechtskonvention nehmen Strafverfahren und Strafvollzug eine sehr prominente Stellung ein. Dies ist derjenige Rechtsbereich, in welchem die Zugriffsrechte der Staatsmacht auf das Individuum besonders ausgeprägt sind. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte befasst sich deshalb auch immer wieder mit Klagen aus diesem Kontext. Die Deffinition und die Wahrung der Individualrechte im Strafverfahren und im Strafvollzug sind heute einer der wichtigsten Prüfsteine für die Stellung der Menschenrechte in einem Staat. Aus diesem Grund hat die Juristische Fakultät für das von der Stiftung unterstützte Austauschprogramm diese Thematik der Menschenrechte gewählt.

Die Juristische Fakultät der Universität Basel erforscht seit langem die Menschenrechtsthematik, insbesondere im Zusammenhang mit dem Völkerrecht, dem Verfassungsrecht, dem Strafrecht und der Rechtsphilosophie. Fakultätsmitglieder haben am Entwurf einer Strafprozessordnung und eines Gerichtsverfassungsgesetzes für Weissrussland mitgearbeitet und sich an einem Austauschprogramm mit den Strafvollzugsbehörden der Ukraine beteiligt.

Auch Prof. Luzius Wildhaber, der jetzige Präsident des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in Strassburg hat an der Juristischen Fakultät u. a. Völkerrecht gelehrt.

Der nun anlaufende Austausch soll den Forschern aus Mittel- und Osteuropa ermöglichen, in der Schweiz zu forschen, Kontakte mit Kollegen in Basel, aber auch beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg, zu pflegen und an Kolloquien mit Wissenschaftlern aus West- und Osteuropa teilzunehmen. Zu den ersten Forschungsaufenthalten in der Schweiz werden die Verfahrensrechtspezialisten Prof. Kazimierz Marszal, Universität Katowice und Prof. Andrzej Wasek, Universität Lublin, sowie der Rechtshistoriker und Gefängnisspezialist Prof. Barna Mezey, Universität Budapest, eingeladen. Diese Wissenschaftler, welche seit längerer Zeit mit der Basler Juristischen Fakultät im engen wissenschaftlichen Austausch stehen, konnten bisher aber mangels finanzieller Mittel nicht zu Forschungsaufenthalten eingeladen werden.

Die Schweizer Forscher bekommen dafür Gelegenheit, die sich seit 1989 auch im Bezug auf die Menschenrechte im Strafverfahren verändernde und veränderte Situation in Mittel- und Osteuropa kennen zu lernen.

Für die Juristische Fakultät bedeutet es eine besondere Auszeichnung, dass ihre Arbeit von der Straniak Stiftung so grosszügig unterstützt wird.

 

--------------------------------------------------------------------------------


Auskunft erteilt:

Prof. Dr. iur. Kurt Seelmann


Juristische Fakultät


Maiengasse 51, 4056 Basel


Tel. 061 267 25 42


Fax: 061 267 25 47

Weiterführende Informationen
nach oben