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Universität Basel

24. November 2005

Christoph Dehio erhält Pfizer Forschungs-Preis 2006

Prof. Dr. Christoph Dehio, Extraordinarius für Molekulare Mikrobiologie und Forschungsgruppenleiter am Biozentrum der Universität Basel, ist mit dem Pfizer Forschungs-Preis 2006 ausgezeichnet worden.

Der Pfizer Forschungs-Preis 2006 für die Grundlagenforschung im Bereich Infektiologie ging an Christoph Dehio und seinen Mitarbeiter Dr. Ralf Schülein für die Forschungsarbeit «A bipartite signal mediates the transfer of type IV secretion substrates of

Bartonella henselae

into human cells».



Das Forschungsinteresse von Christoph Dehio liegt in der molekularen Analyse der Interaktion zwischen pathogenen Bakterien und deren Wirtszellen. Im Besonderen untersucht er die «Typ IV-Sekretion», die bestimmten Krankheitserregern erlaubt mit Hilfe eines komplexes Transportsystems einen Cocktail bakterieller Proteine in das Innere infizierter Wirtszellen einzuspritzen. Diese Proteine beeinträchtigen die Dynamik des Zellskeletts und manipulieren die Signalübertragung innerhalb der Wirtszelle. Dehio verwendet den neuartigen Erreger

Bartonella henselae

als Modellorganismus für die Untersuchung der Typ IV-Sekretion. Dieser Erreger bewirkt unter anderem die Bildung von Tumoren beim Menschen.



Der Pfizer Forschungs-Preis ist einer der bedeutendsten Forschungspreise für Medizin in der Schweiz. Er wird alljährlich an herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verliehen, die an Schweizer Forschungsinstituten oder Spitälern hervorragende und zukunftsweisende Leistungen in der Grundlagenforschung bzw. der klinischen Forschung erbracht haben.



Die Preissumme von insgesamt 500'000 Franken verteilt sich auf die Bereiche Herzkreislauf, Rheumatologie/Immunologie/klinische Immunologie, Infektiologie, Neurowissenschaften/Erkrankungen des Nervensystems und Urologie/Nephrologie. Die öffentliche Preisverleihung findet am 3. Februar 2006 in Zürich statt.

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