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Universität Basel

Informationen und Richtlinien für Forschende

Diese Seite informiert Forschende über aktuelle Massnahmen in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Informationen werden laufend angepasst, zuletzt am 08. Mai 2020, 18.45 Uhr.

Die Forschung arbeitet seit Ende März 2020 im Notbetrieb, sämtliche Forschungstätigkeiten, die eine physische Präsenz an Einrichtungen der Universität bedingen, wurden auf ein Minimum reduziert oder ganz eingestellt. Im Rahmen der durch den Bundesrat angekündigten schrittweisen Lockerungen der Präventionsmassnahmen wurde ab dem 27. April ein erweiterter Zugang zu den Labors ermöglicht.

Ab dem 11. Mai kann auch die Durchführung von Interviews, Untersuchungen  und Meetings mit freiwilligen Studien-Teilnehmer*innen / Proband*innen sowie der Zugang zu Bibliotheken und Archiven für den Forschungsbetrieb unter Einhaltung entsprechender Schutzmassnahmen wieder ermöglicht werden. Den Forschenden wird damit schrittweise eine produktive Weiterführung ihrer Arbeiten ermöglicht. 

Wie bisher laufen alle Forschungstätigkeiten, die im Homeoffice durchgeführt werden können, im Homeoffice weiter. Für die Wiederaufnahme wichtiger Forschungstätigkeiten, die eine physische Präsenz an Einrichtungen der Universität bedingen, benötigen die Fakultäten bzw. Departemente weiterhin ein von der Fakultät genehmigtes Betriebskonzept. Darin ist sicherzustellen, dass die Regelungen zu Hygiene, Abstand und zur Nachverfolgbarkeit von Kontakten jederzeit eingehalten werden können.

Einhaltung verschärfter Sicherheits- und Hygienestandards

Sämtliche Forschungstätigkeiten, die eine physische Präsenz an der Universität bedingen, setzten ein genehmigtes Betriebskonzept voraus, das die Einhaltung der verschärften Sicherheits- und Hygienestandards beschreibt und sicherstellt. Es orientiert sich an folgenden Grundsätzen:

  • Ab dem 27. April kann die bisherige “1 Person pro Raum” Regelung schrittweise flexibilisiert werden, unter der Bedingung, dass Hygiene- und Abstandsregeln jederzeit eingehalten werden können und so eine Übertragung des Virus effektiv unterbunden werden kann. 

  • Kleingruppen von in der Regel 2 Personen (keinesfalls mehr als 5 Personen) können in einem definierten Raum zu einer definierten Zeit arbeiten. Kontakte von Personen zwischen Teams sollten weitestgehend vermieden werden. So soll das Risiko einer unbemerkten Ausbreitung während der Inkubationszeit bzw. durch asymptomatische Träger minimiert werden und verhindert werden, dass im Fall einer Infektion eines Mitarbeitenden grössere Einheiten unter Quarantäne gestellt werden müssen.

  • Das Gleiche gilt für gemeinsam genutzte Räume und Arbeitsplätze  (z.B. Messgeräte, Core Facilities). Überschneidungen sind durch ein geeignetes Buchungssystem zu vermeiden. 

  • Es muss durch geeignete Dokumentation sichergestellt sein, dass Kontakte und mögliche Infektionsketten jederzeit durch die Departementsleitung nachvollziehbar sind. 

  • Die Mitarbeitenden sind in der korrekten Anwendung der Hygiene- und Sicherheits massnahmen zu schulen, z.B. für Händehygiene, Tragen von Masken, desinfizieren von Oberflächen etc.  

  • Bei gemeinsam aber nicht gleichzeitig genutzten Räumen, Arbeitsplätzen und Geräten muss eine effektive Reinigung und Desinfektion zwischen verschiedenen Nutzern sichergestellt sein. Es existieren entsprechende SOPs (z.B. Reinigungsvorschriften, Maskenpflicht). Können für bestimmte Forschungsarbeiten die hohen Sicherheitsstandards nicht gewährleistet werden, sind diese Arbeiten weiterhin nicht möglich.

  • Unter der Voraussetzung eines durch Departement und Fakultät bewilligten Schutzkonzeptes dürfen ab dem 11. Mai wieder Untersuchungen und face-to-face Interviews / Meetings mit freiwilligen Studien-TeilnehmerInnen / ProbandInnen zu Forschungszwecken durchgeführt werden. 

  • Klinische Forschung am DKF (mit Patienten-/ Probandenkontakt) liegt in der Verantwortung der Universitätsspitäler/-Kliniken, in Abstimmung mit der Medizinischen Fakultät. 

  • Ansammlungen von Gruppen >5 Personen bleiben weiterhin untersagt. Meetings und Besprechungen, selbst solche zwischen zwei Personen, sind wenn immer möglichausschliesslich telefonisch oder virtuell durchzuführen; die Universität stellt geeignete Systeme für Video Conferencing (https://its.unibas.ch/de/anleitungen/applikationen-websites/digitale-meetings-und-unterrichtsformen/) zur Verfügung.

  • Die Nutzung von Aufenthaltsräumen und Kaffeeküchen soll vermieden werden.


Services, Infrastrukturen und Core Facilities

  • Die Organisationseinheiten legen im Betriebskonzept fest, welche kritischen Infrastrukturen, Services  und Core Facilities für die Durchführung wichtiger Forschungsprojekte benötigt und unter Einhaltung der genannten Sicherheits- und Hygienestandards betrieben werden können. 

  • Die Organisationseinheiten benennen die technischen / administrativen Mitarbeitenden und Sicherheitspersonal mit betriebsrelevanten Aufgaben, die für diesen Zweck Zugang haben müssen. Dies sind  insbesondere Mitarbeitende von Informatikdiensten, die IT-​Systeme mit hohen Verfügbarkeitsanforderungen betreuen, und die damit den Forschungs- und Lehrbetrieb vor Ort unterstützen.


Betriebskonzept 

Der/die Leiter/in der Organisationseinheiten (Departemente) legen der Fakultätsleitung (Dekan) spezifische Betriebskonzepte und einen Umsetzungsplan für alle Standorte der Einheit zur Genehmigung vor.  Das Betriebskonzept muss darlegen, wie die Einhaltung der Richtlinien überprüft und dokumentiert wird. Abweichungen von den oben genannten Grundsätzen sind nur in einzelnen sehr gut begründeten Ausnahmefällen möglich. Die bestehenden Vorschriften zur Arbeits- und Laborsicherheit gelten weiterhin. 

Die Fakultätsleitung informiert die Antragsteller und das Vizerektorat Forschung über die erteilten Genehmigungen der angepassten Betriebskonzepte.

Die Einhaltung der Sicherheits- und Hygienestandards wird zusätzlich durch externe Stichproben überprüft. Im Falle der Nichteinhaltung wird die Genehmigung des Betriebskonzepts widerrufen, was eine temporäre sofortige Einstellung der Aktivitäten zur Folge hat.


Unterstützung für Forschende

Die Massnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie haben nicht nur starke Einschränkungen unseres täglichen Lebens zur Folge, sondern beeinträchtigen auch die Arbeit unserer Forscherinnen und Forscher stark. Besonders betroffen ist der wissenschaftliche Nachwuchs. Die Universitätsleitung ist sich der Problematik bewusst und wird für Wissenschaftler/innen, die ihr Forschungsvorhaben aufgrund der Pandemie nicht im geplanten Zeitrahmen durchführen können, flexible Lösungen ermöglichen. Es gelten folgende Regelungen:

  • Tenure-Track-Assistenzprofessuren können den Evaluationszeitpunkt um ein halbes Jahr verschieben. Sollte die Krise und die Einschränkung der Forschungstätigkeit länger als erwartet andauern, wird auf Antrag eine Verschiebung um ein Jahr geprüft. 

  • Die Anstellung von Assistierenden (Doktorat, PostDoc) kann gemäss OWP (§23) auf Antrag über die maximale Anstellungsdauer hinaus verlängert werden. 

  • Insofern experimentelle Semester-/Projektarbeit, Bachelor-Arbeit, Master-Arbeiten durch diese Massnahmen  unterbrochen werden müssen oder verzögert werden, kann der Abgabetermin auf Antrag an die Fakultät entsprechend verschoben werden.

  • SNF finanzierte Projekte, die vor dem 31. Dezember 2020 enden, können bis zu sechs Monate kostenneutral verlängert werden. Sollte die Finanzierung nicht ausreichen, kann ein Zusatzbeitrag von zwei Monaten beantragt werden. Für Projekte, die nach dem 31. Dezember 2020 enden, kann zwei bis vier Monate vor Ablauf des Projekts eine kostenneutrale Verlängerung beantragt werden.

    Der SNF bietet auch die Möglichkeit einer Überbrückungsfinanzierung für den Fall, dass Gesuche aufgrund der Krise erst per 1. Oktober eingereicht werden können.
    Weitere Informationen zu den Massnahmen des SNF finden Sie auf der Webseite des SNF sowie in den FAQ zu COVID-19. Wir empfehlen zudem, den Newsletter des SNF zu abonnieren.

  • Horizon 2020 Projekte: Die Europäische Kommission behandelt die Corona-Krise als “Force Majeure” gemäss Artikel 51 des Grant Agreements. Forschende, die aufgrund der Krise das Forschungsprojekt nicht wie geplant durchführen können, sind verpflichtet, sich sofort via Funding and Tenders Portal an den Project Officer bei der Europäischen Kommission zu wenden. Diese wird das Vorgehen auf einer Case-by-Case Basis entscheiden. Bitte informieren Sie in diesem Fall auch das Grants Office. Weitere Informationen, auch zu der Übernahme von Kosten, finden Sie hier.


COVID-19 Forschung

Die Universität begrüsst das Engagement zahlreicher Forschenden, die im Rahmen ihrer eigenen Forschung dazu beitragen, den Wissensstand über COVID-19 zu erhöhen und wissenschaftlichen Erkenntnisse öffentlich zugänglich zu machen. Viele Fördergeber haben zusätzliche kurzfristige Förderprogramme für COVID-19 Forschung geschaffen bzw. die Förderrichtlinien auf die aktuelle Situation angepasst:

Aufruf für Partnerschaften: Crowdhelix sucht weltweit nach Forschern und Innovatoren mit einem starken Leistungsausweis in Bereichen, die für die globalen Bemühungen zur Bekämpfung der neuartigen Coronavirus-Pandemie (COVID-19) relevant sind. https://network.crowdhelix.com/covid-19

Fragen und Anregungen

Für Fragen, Anregungen und Vorschläge wenden Sie sich bitte an corona-research@unibas.ch.

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