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Universität Basel

Uni am Markt

Uni am Markt Stand mit Personal und Gästen
Prof. Dr. Patricia Holm erzählt den Kindern von ihrem Forschungsprojekt «Die Verbreitung von Mikroplastik im Rheineinzugsgebiet». Foto: Claudia Cadalbert

Jeweils zwischen September und November stellen Forscherinnen und Forscher der Universität Basel ihre Projekte an den Herbstmärkten im Kanton Basel-Landschaft vor. Diese haben die Region Basel zum Thema und tragen dazu bei, die Welt um uns herum besser zu verstehen. Marktbesuchende haben die Möglichkeit, sich mit Forscherinnen und Forschern am Marktstand auszutauschen.

In diesem Jahr wurden folgende Forschungsprojekte vorgestellt:

«Der modellierte Mensch: Kleidung als kulturelle Praxis»

Kleidung ist nicht nur Stoff, der unsere Körper schützt. Kleider machen bekanntlich Leute. Sie modellieren uns und unsere gesellschaftlichen Räume, sie stiften Identität, signalisieren Unterschiede, verleihen Bedeutung, sie «kommunizieren». Grundlage für die Forschung bildet die seltene und wissenschaftlich wertvolle Sammlung des Firmennachlasses der Textilfabrik Handschin & Ronus AG, später Hanro. Sie wurde Ende 19. Jahrhundert in Liestal gegründet und produzierte über Generationen hinweg gestrickte und gewirkte Ober- und Unterbekleidung.

Zum Forschungsprojekt fand ein Uni-Talk in der Kantonsbibliothek Baselland in Liestal statt. Auf dem Podium sprachen: Dr. Ulrike Langbein, Universität Basel, Sandra Strasser, Modedesignerin, und Sandra Pinto, Modebloggerin und Designerin.


INSPIRE – ein Programm, das ältere Menschen im Kanton Basel-Landschaft bei Altersfragen unterstützt

«INSPIRE» ist ein integriertes Versorgungsprogramm für ältere Menschen im Kanton Basel-Landschaft. Seit Januar 2018 ist im Kanton Basel-Landschaft das neue kantonale Altersbetreuungs- und Pflegegesetz gültig. Es verlangt, dass der Kanton Informations- und Beratungsstellen in sogenannten Versorgungsregionen einrichtet, um Fragen der Betreuung und Pflege im Alter zu beantworten und Informationen zu den Themen Alter und «altern» zur Verfügung zu stellen. Zum Beispiel sollen sich ältere Menschen vor einem möglichen Eintritt in ein Pflegeheim von einer Pflegefachperson beraten und ihren Bedarf abklären lassen können.

Zum Forschungsprojekt fand ein Uni-Talk im Regionalen Gymnasium Laufental-Thierstein in Laufen statt. Auf dem Podium sprachen: Prof. Dr. Sabine De Geest, Universität Basel und der Hausarzt in Laufen, Dr. Christoph Hollenstein.

COmPLETE-Projekt: «Fit ein Leben lang: Wie Menschen gesund alt werden.»

Unsere Lebenserwartung ist in den letzten Jahrzehnten stetig gestiegen. Doch die traditionelle, kurative Medizin verlängert oftmals eher die Phase von Krankheit und Gebrechen, anstatt gesunde Lebensjahre hinzuzufügen. Würde man alternativ oder zusätzlich mehr Wert auf die Stärkung der körperlichen Fitness legen, liesse sich die Funktion von Herz, Kreislauf und Muskulatur besser erhalten, und wir hätten die Chance, gesünder und unabhängiger von fremder Hilfe zu altern. Denn wir dürfen davon ausgehen, dass Gebrechlichkeit und Erkrankungen durch eine gute körperliche Fitness hinausgeschoben werden können.

Zum Forschungsprojekt findet ein Uni-Talk in Sissach am 21. November um 19.00 Uhr im  Gewerbe- und Kulturhaus in Sissach statt: Auf dem Podium sprechen: Prof. Dr. Arno Schmidt-Trucksäss, Universität Basel, und Eveline Plattner Gürtler, Präsidentin Netzwerk Gesundheit und Soziales Oberbaselbiet. Mit anschliessendem Apéro, freier Eintritt.
 

Rinderschinken und -speck aus Augusta Raurica: Die ältesten Baselbieter Spezialitäten?

Keine andere Fundstelle liefert so viele archäozoologische Daten des römischen Imperiums wie Augusta Raurica. Bis heute wurden gegen eine halbe Million Knochenfragmente aus der Römersiedlung am Südufer des Rheins analysiert und ausgewertet. Dank ihrer Erforschung wissen wir von der vielseitigen Bedeutung der Tiere für den Alltag in einer römischen Grossstadt.
Kulinarisch gesehen waren Schweine- und Hühnerfleisch sehr beliebt, während das zähe Rindfleisch in der gehobenen Küche verschmäht wurde. Dennoch war das Rind das wichtigste und damals auch günstigere Schlachttier, und es entwickelte sich in Augusta Raurica ein florierender Produktionszweig für geräuchertes Rindfleisch, z.B. Schinken und Speck. Das belegen über zehn ausgegrabene Räucheröfen und spezifische Knochenfunde wie Schulterblätter und Rippen, wie sie heute vor allem um das Augster Theater zu Tausenden zum Vorschein kommen.

 

Uni am Markt 2019
  • 21 Nov 2019


    19:00

    Uni-Talk in Sissach: «Wie man bis ins hohe Alter gesund bleiben kann»

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    Unsere Lebenserwartung ist in den letzten Jahrzehnten stetig gestiegen. Doch die traditionelle, kurative Medizin verlängert oftmals eher die Phase von Krankheit und Gebrechen, anstatt gesunde Lebensjahre hinzuzufügen. Würde man alternativ oder zusätzlich mehr Wert auf die Stärkung der körperlichen Fitness legen, liesse sich die Funktion von Herz, Kreislauf und Muskulatur besser erhalten, und wir hätten die Chance, gesünder und unabhängiger von fremder Hilfe zu altern. Denn wir dürfen davon ausgehen, dass Gebrechlichkeit und Erkrankungen durch eine gute körperliche Fitness hinausgeschoben werden können.

    Auf dem Podium sprechen: Prof. Dr. Arno Schmidt-Trucksäss, Universität Basel, und Eveline Plattner Gürtler, Präsidentin Netzwerk Gesundheit und Soziales Oberbaselbiet.

    Mit anschliessendem Apéro, freier Eintritt.

    Moderation: Karin Salm, Kulturjournalistin

    Donnerstag, 21. November 2019, 19:00 Uhr im Gewerbe- und Kulturhaus Obere Fabrik, Gerbegässlein 1, Sissach

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