26.05.2008 Phoenix gelandet - Spin-Off der Universität Basel baut Rasterkraftmikroskop für Marsmission
An Bord der Raumsonde Phoenix, die heute auf dem Mars gelandet ist, befindet sich ein Rasterkraftmikroskop, das vom Institut für Physik der Universität Basel, dem Institut für Mikrotechnologie der Universität Neuenburg und der Liestaler Firma Nanosurf AG gebaut wurde. Die Mars-Mission soll unter anderem feststellen, ob es auf dem Roten Planeten Wasser gibt, das Leben ermöglicht.
Nach der erfolgreichen Landung der Raumsonde Phoenix in der Nacht von Sonntag auf Montag auf dem Mars wird es ein paar Tage dauern, bis alle an Bord der Sonde mitgeführten Geräte auf ihre Einsatzfähigkeit geprüft und bereit sind, erste Messdaten an die Heimatbasis auf der Erde zu übermitteln. Kernstück der Mission ist ein Schweizer Rasterkraftmikroskop, das zur Untersuchung von Proben des Marsbodens sowie möglicher Spuren von Eis dient.
Gebaut hat es die Firma Nanosurf AG in Zusammenarbeit mit dem Institut für Physik der Universität Basel und dem Institut für Mikrotechnologie der Universität Neuenburg. Die Nanosurf AG ist ein Spin-Off der Universität Basel, das aus der Forschungsgruppe von Prof. Hans-Joachim Güntherodt hervorgegangen ist. Die in Liestal beheimatete Firma ist heute Weltmarktführerin für automatische, bildgebende Nanomikroskopie-Geräte.
Nanosurf lieferte das Herzstück für das marstaugliche Rasterkraftmikroskop: einen Chip mit acht Ärmchen, deren nano-kleine Spitzen noch Strukturen von wenigen Atomen Durchmesser und damit auch Hinweise auf Wasser ertasten können. Hans-Rudolf Hidber vom Departement Physik der Universität Basel tüftelte die Elektronik aus und das Team um Physikprofessor Urs Staufer, der jetzt an der Universität Neuenburg forscht, setzte die einzelnen Komponenten zusammen. (Quelle: baz)
Weitere Informationen Nasa Mars Mission Phoenix > Departement Physik > Nanosurf AG >
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